Zielgerade

Nicht nur das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu – auch ein ambitioniertes Ziel rückt näher. Am 1.1.2015 setzte ich mir das Ziel, dieses Jahr 800km zu Joggen. Das erreichte ich bereits im September, daher musste eine höhere Messlatte her. Die 1000 sollten es also sein.

Nun ist es bald soweit. Ich habe noch mehr als einen Monat Zeit, und die Kilometer-Uhr zeigt noch verbleibende 48.3km. Jede Woche noch 10km – machbar!

Auch wenn es für mich persönlich aus anderen Gründen ein sehr ereignisreiches Ende des Jahres ist, möchte ich das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Es ist wichtig, dass man sich gesetzte Ziele auch “liefert”. Sonst wächst nur die Unzufriedenheit.

Auf jeden Fall gibt es bei Zielerreichung noch ein kleines “Schmankerl”, also schaut Ende Jahr / Anfang Januar noch mal vorbei. ???

800

Geschafft! Noch vor Ende vom September habe ich die 800km geknackt, noch dazu mit Rekordpace auf 13.5km von 5:51 min/km (also für MICH Rekord, ich weiss schon … ;-)

Eine simple Änderung beim Laufen hat scheinbar grosse Wirkung: Statt “zwei Schritte: Einatmen, zwei Schritte: Ausatmen”, hab ich auf 2 zu 3 umgestellt. Seitdem hat sich meine Pace auf längeren Strecken um einige 10 Sekunden pro Kilometer verbessert. Zudem ist die Erholungszeit sehr viel weniger, als vorher.

Ich bin immer noch ganz baff, dass ich das ursprüngliche Ziel schon über drei Monate vor Jahresende erreicht habe.  Umso mehr freue ich mich darauf, noch mehr Kilometer abzuspulen, dass am Schluss vielleicht sogar die 1000 dort steht – weit ist das nicht mehr!

Endspurt für die 800

Es ist bald soweit: beim nächsten Run werde ich die Vorjahresmarke übertroffen haben (732.7km waren das in 2014), und ich setze alles daran, dass ich bereits im September über die für dieses Jahr gesetzte Marke von 800km Jogging komme.

Die letzten vier mal bin ich 10km Strecken gelaufen. Dies stellt sich mittlerweile als fast ideale Distanz heraus, da so plus-minus eine Stunde für den Run drauf geht, statt 1.5 bis 2 Stunden für einen >15km Run am Wochenende. Die Stunde rennt man halt doch noch mal eher am Abend. Ausserdem kann ich das noch ohne Wasserflasche rennen, so läuft es sich ein bisschen leichter.

Leider lasse ich das Muskelaufbautraining komplett schleifen. Es bleibt neben allem anderen privaten einfach wenig Zeit und Motivation dafür übrig. So hat sich auch meine Gewichtsabnahme auf Stillstand bewegt. Nicht, dass das schlimm wäre, mein aktuelles Gewicht ist vollkommen ok. Lediglich die Beweglichkeit müsste ich eigentlich durch häufigeres Dehnen verbessern.

Einen grossen Lauf, wie den Greifenseelauf, mache ich dieses Jahr wohl nicht mehr. Die letzten Jahre hatte ich so etwas noch als Ziel gebraucht, um mich zum Joggen zu motivieren. Mit dem Jahres-Kilometer Ziel fahre ich aber eigentlich sogar besser, da ich so kontinuierlich etwas machen muss, und eben auch raus gehe, wenn das Wetter mal nicht so optimal ist. Ausserdem spielt die Laufdistanz im Training dann nicht so eine Rolle, und den “Tempostress” kenn ich auch nicht mehr. Früher wollte ich die 10km dann ja immer in einer bestimmten Zeit laufen. Das ist mir dieses Jahr völlig egal. Hauptsache Kilometer.

Nun werde ich also die 800km ziemlich sicher schaffen – das ist für mich schon ein riesen Erfolg. Natürlich höre ich dann nicht einfach auf! Die nächste Marke sind dann die 900km, und wenn das auch machbar ist, am Schluss vielleicht sogar 1000km. Das sind bei aktuellem Stand nur noch knapp über 70km pro Monat. Das habe ich fast das ganze Jahr jeden Monat geschafft – also los!

 

500km aber ein schlapper Monat

Grundsätzlich bin ich zufrieden. Gestern habe ich die 500km Grenze durchbrochen – dazu noch mit einem 10km Rekord von ca. 58 min – trotzdem bin ich mit dem Monatsziel von 60-80km etwas hinterher. Zu viele Termine, dazu schlechtes Wetter, und einbrechende Motivation sind wohl der Grund dafür.

Dass ich jetzt Samstags immer noch dazu Unihockey spiele, hilft für den eigentlich für Sonntag geplanten “Long run” nicht wirklich. Nach dem Unihockey wäre eigentlich ein Tag Ruhe angesagt. Zum Greifenseelauf habe ich mich auch noch nicht angemeldet, das werde ich aber auf jeden Fall noch tun. Schliesslich muss ich meine gnadenlos schlechten Zeiten von den letzten beiden Jahren ja doch noch mal verbessern ;)

Letztlich sind es “nur noch” 300km bis zum Ziel von 800km in 2015. Dass ich das nach der Prognose schon im September erreichen werde, das hätte ich im Januar nie gedacht. Vielleicht kann ich ja doch noch eine Schippe drauflegen, und gar die 900 oder 1000km schaffen. Wäre mega :)

110 km/M

110 Kilometer in einem Monat ist der nächste Rekord. Gerade so noch eben am 31.3. erreicht. Jetzt kommen dann aber die “keine Zeit Wochen”. Weg, Besuch, Auftritt, voller Kalender. Die Wochenendläufe fallen also grösstenteils flach. Das heisst: eisern 2 mal die Woche über den Mittag gehen. Auch bei Aprilwetter.

Allerdings würde ich bei dem Wind wie heute wahrscheinlich nicht noch einmal rennen gehen. Es lagen bereits recht dicke Äste auf dem Weg, und die Gefahr, dass da irgendetwas auf meinen unbehelmten Kopf fliegt, ist dann doch nicht so gering.

Mit jetzt 286km bin ich aber so gut im Fahrplan, dass ich wohl auch einen “flauen Monat” gut verkraften kann. Wie gesagt, das Ziel waren ja 800km bis Jahresende, und nicht 1200 ;o)

Der erste 20er

Gestern war so schönes Wetter, da dachte ich dass ich heute mal die 20km Challange annehmen könnte. Also ganz optimistisch kurzes Shirt an, allerdings noch die 3/4 Laufhose. Mann, war das kalt. Da hatte ich das doch überschätzt, dachte die Sonne kommt sicher bald raus – kam sie aber nur die letzten 3-4 km.

Vielleicht lag es an der Kälte, dass ich deshalb in 2h 18m 20.5km gerannt bin – so schnell war ich zwar schon mal, aber für den ersten “20er” dieses Jahr fand ich das dann doch schon phänomenal. Als Nebeneffekt bin ich nun schon Mitte März über 66.6km, d.h. alles was ich diesen Monat noch renne, ist quasi Bonus und bringt mich der 800km Marke sehr viel schneller näher, als ich am 1.1. dachte.

Was ich mega cool finde, ist dass ich solche Läufe mittlerweile sehr viel besser wegstecke, als vor 1-2 Jahren. Klar, ich war immer noch total k.o. und musste am Nachmittag erstmal 1.5h liegen. Trotzdem geht die Erholungsphase sehr viel schneller vorbei als beispielsweise noch vor einem guten halben Jahr am Greifenseelauf. Ich kann jedem Läufer nur empfehlen: macht auch noch jede Menge Muskelaufbautraining! Das ist zwar Gewicht, was ihr mit rumtragt beim Joggen, aber die Muskelermüdungserscheinungen, die ich sonst immer hatte, kommen jetzt viel später, und bei weitem nicht so stark, wie ohne das Training. 2-3 mal die Woche ca. 60-80 Liegestütze, 100 Kniebeugen, 100 Rumpfbeugen – das ist zwar auch nicht gerade wenig, aber es bringt einfach sehr viel mehr Körperstabilität und Gleichmässigkeit beim Rennen.

Und das Dehnen nicht vergessen :-)

Mal schauen, wie weit ich diesen Monat noch komme – wäre genial, wenn es noch über 100km geht. Nächster Monat ist wegen Terminen dann etwas schwieriger, daher besser noch etwas vorspulen…

Ein bisschen Abwechslung

Auch die nötigen durchschnittlichen 66.6km/Monat habe ich jetzt gemeistert. Im Februar stehen gut 70km zu Buche. Das wunderbare Wetter heute habe ich genutzt indem ich mir einfach mal frei genommen, und die Laufschuhe aufgezogen habe.

Eigentlich bin ich ja ein “Gewohnheitsläufer”, d.h. meistens bin ich auf den gleichen Strecken unterwegs. Heute dachte ich aber spontan, dass ich mal etwas anderes machen könnte. So bin ich die ca. 15km von Gossau nach Rapperswil gerannt. Die Strecke ist nicht ganz anspruchslos, auch wenn es nach Rapperswil sicherlich leichter ist, als nach Gossau. Schliesslich geht es 50 Höhenmeter mehr abwärts zum Zürisee als aufwärts. Trotzdem machte das mal wieder Laune, sich die Kräfte nicht so genau einteilen zu können, weil die Strecke schlichtweg nur vom Auto und Velofahren bekannt war. So bin ich über Grüningen, Hombrechtikon runter nach Feldbach an den See, und dann an der Seestrasse entlang nach Rapperswil, wo ich noch eine Ehrenrunde am Hafen gedreht habe, weil ich über 15km kommen wollte. :)

Die letzten 4km am See entlang sind zwar von der Aussicht fantastisch (gerade bei blauem Himmel, Sonnenschein, und Schneebedeckten Bergen!), allerdings gehen einem die Autos an der Strasse doch ziemlich auf die Nerven. Selbst, wenn man nicht zur Rush-Hour da ist (war ich nicht, ca. 14 Uhr) fahren da trotzdem Unmengen von Autos und LKW durch, man glaubt es nicht (hust..keuch…hust…).

Zurück bin ich dann mit der S-Bahn und dem Bus, die glücklicherweise recht leer waren, sonst wär’s mir unangenehm gewesen, die Mitfahre(innen) voll zu stinken. Denn so’n bisschen geschwitzt hab ich ja schon ;)

Von der körperlichen Verfassung ging es heute wieder sehr gut. Ich fühlte mich am morgen zwar etwas komisch, aber nachdem der Kreislauf nach 3-4km auf Touren kam, war alles gut. Knie und Waden haben prima mitgemacht. Und dank Camelback und Ballisto-Riegeln musste ich auch kein Durst und Hunger leiden. Der Camelback macht sich echt bezahlt, den habe ich auf langen Strecken jetzt schon unzählige Male mitgenommen. Die Flasche ist immer noch dicht, und der Gurt sitzt prima. Heute war es von der Temperatur so angenehm (ca. 10-12 Grad) dass ich noch nicht mal so viel trinken musste, die Flasche war danach noch über halb voll!

Langsam muss ich vielleicht darüber nachdenken, ob ich mein Ziel von 800km in 2015 “upgrade”. Wenn das so weiter geht (ich denke 1-2 Läufe schaffe ich noch im Februar) dann bin ich bei weit über 80km im Schnitt pro Monat. Allerdings relativiert sich das wieder, wenn ich 1-2 “Ausfall-Monate” haben sollte (wie bislang jedes Jahr seit 2011…). Ich glaube damit warte ich mal ab bis mitte Jahr.

Es bleibt spannend :)

Hier noch ein paar schöne Bilder von unterwegs (ausser dem letzten ;-)

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Soll für Februar erfüllt – auf geht’s zu den 200

Gestern hab ich dann noch mal einen 14.5km Lauf “rausgehauen”, was dazu führte, dass ich schon Mitte Februar einen km/Monat Schnitt von 69.7 habe. Wenn ich das so weiter durchhalte, sieht es also gut aus mit dem Ziel “800 in 2015”. Klar ist mein Ziel schon, auch im Februar mehr als 66.6km zu Joggen – da fehlen mir jetzt noch 18.4km. Momentan ist meine körperliche Verfassung auch gut – lediglich ein paar Ächzer im Rücken machten sich gestern Abend bemerkbar. Da ich aber Strecken von > 10km auch nicht mehr wirklich gewohnt bin ist das glaube ich normal.

Schön ist jedenfalls, dass die Schmerzen in der Wade weg sind. Auch während und nach dem langen Lauf gestern habe ich keine Mühe damit gehabt. Merke mal wieder, wie wichtig das ist, frühe Zeichen zu erkennen, und entsprechende Gegenmassnahmen zu treffen (Ruhepausen – entsprechende Bewegungen vermeiden).

Wichtig ist weiterhin, das Training im Privatkalender hoch zu priorisieren. Denn um das Ziel zu erreichen muss ich wirklich dranbleiben, und mindestens zwei mal pro Woche gehen. So wie ich mich kenne werde ich auch dieses Jahr wieder 1-2 “Ausfallmonate” haben, die ich zusätzlich kompensieren muss. Daher nutze ich wirklich jede Chance, bei (fast) jedem Wetter zu nutzen.

Körperliche (sichtbare) Veränderungen stellen sich trotz all des Trainings doch noch nicht ein. Lediglich die Beine sind etwas dünner geworden – jedoch der Wohlstandsbauch bleibt. Schätze, den bekomme ich dann wirklich nur mit Marathontraining weg. So weit bin ich aber noch nicht ;o)