Der Umkehreffekt

Kennt ihr das? Wenn es bei der Autofahrt anfängt zu regnen, und der Regen immer stärker wird? Dann schaltet man den Scheibenwischer erst auf Interval. Man hat das Gefühl, die Scheibe ist nicht klarer, also schaltet man auf Dauerbetrieb. Das Gefühl ändert sich nicht, und man schaltet auf “schnell”. Die Sicht bleibt die gleiche. Also schaltet man frustriert wieder auf “normal”. Die Sicht wird sofort schlechter.

So geht es mir gerade mit dem 80% Montag. Bis vor zwei Wochen hatte ich noch einen extra-Freien Tag, und hatte davon nicht wirklich eine Verbesserung meines Lebensgefühls bemerkt. Jetzt ist der Tag mir bis auf weiteres wegen Projektstress wieder gestrichen worden.

Was ich aber sofort merke: der Tag fehlt. Es bleibt wieder mehr liegen. Ich bin grundsätzlich wieder müder. Ich bin ziemlich sofort krank geworden.

Fazit: Arbeit ist schädlich! ;)

Der freie Tag

Tja, das kam dann bis jetzt nicht so, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte. Seit August habe ich mein Job-Pensum auf 80% reduziert, in der grossen, grossen Hoffnung: Yo, da kann ich dann an dem einen Tag extra all die vielen, tollen Sachen machen, die ich schon immer machen wollte, und keine Zeit dafür hatte.

Stellt sich heraus: es liegt nicht an der Zeit. Es liegt an mir.

Denn das Zwischenfazit sieht nicht sehr erhebend aus: ich hab eigentlich fast gar nichts von dem, was ich machen wollte (Videos, Zocken, basteln, 3D Drucker bauen) gemacht. Nichts. Rein gar nichts.

Nun woran liegt das wohl. Ganz genau kann ich das nicht sagen. Ich hatte da so eine Vermutung, dass das einfach mit dem allgemeinen Stress zu tun hat, und ich mittlerweile einfach länger brauche, um davon wieder runter zu kommen.

Ich mache mir aber auch zu viel Druck selber. “Man sollte dies”, “man sollte das”. Was dabei rumkommt, wenn ich mal keinen Druck hab, und nur ein Thema, worum ich mich kümmere, habt ihr ja vielleicht bei den paar Youtube Videos aus Ostfriesland gesehen. Das hat wirklich Spass gemacht. Momentan merke ich aber, dass der “eine Tag extra” irgendwie zu wenig ist, um wirklich mit irgendwas durchzustarten.

Oder vielleicht Midlife-Crisis. Oder keine Ahnung. Ach mann. Wenigstens hab ich jetzt mal wieder einen Blog-Beitrag :)

Bunkermuseum Emden

Wir hatten einen sehr interessanten Besuch im Bunkermuseum in Emden. Die ganze Stadt wurde nach dem ersten Luftangriff im zweiten Weltkrieg auf Drängen des Bürgermeisters mit überirdischen Bunkerbauten ausgestattet, welche am Schluss theoretisch für jeden Emder Bürger einen Platz boten. Während des Krieges wurde Emden mit sehr vielen Luftangriffen überzogen und zu mehr als 3/4 zerstört. Trotzdem kamen “nur” etwa 300 Menschen ums Leben. Die Bunker hielten den Angriffen Stand und prägen noch heute das Emder Stadtbild.

Gebaut wurden sie übrigens hauptsächlich von KZ Häftlingen und Kriegsgefangen Zwangsarbeitern. Diese bekamen keinen Schutz in den Bunkern.

Heute versucht man die Bauten mehr in das Leben zu integrieren. Versuche, sie abzureissen scheiterten regelmässig. Manche werden als Wohnraum verwendet, manche dienen als gut Schall-isolierte Proberäume.

Ein Besuch im Museum lohnt sich, neben vielen Infotafeln sind dort auch noch viele Zeitgegenstände ausgestellt.

Seehundaufzuchtsstation Norddeich

In Norddeich/Norden in Ostfriesland gibt es eine Seehundaufzucht, bei der kranke oder verlassene Jungtiere wieder aufgepeppelt werden, bis sie “fit für die Freiheit” sind.

Wir haben und das mal angeschaut, und sage und schreibe 49 “Hündchen” bei der Fütterung zuschauen können. Man kann die Tiere dort nicht anfassen, das ist auch gut so, denn wenn sie sich an Menschen zu sehr gewöhnen, würden sie in Freiheit nicht mehr überleben können.

Danach waren wir noch kurz im nicht weit entfernten “Waloseum”, wo die jungen Seehunde zuerst hinkommen, bis sie gesund genug sind für die Aufzuchtsstation. Ausserdem ist dort ein Pottwalskelett ausgestellt, von einem Wal der 2003 dort am Strand angespült wurde. Sehr beeindruckend.

 

Huckepack in 360°

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Habe heute mal wieder die schon vierjährige AR Drone 2.0 ausgegraben, und dachte mir, da die Kamera der Drone so abgrundtief scheisse etwas weniger gut ist, probiere ich mal aus, ob ich meine 360° Rundumkamera da irgendwie drauf schnallen kann.

Die Lösung war dann einfach mit dem Sackmesser in die Styroporhaube einen Schlitz reinzusäbeln, Kamera reinstopfen, fertig.

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Das spannende war dann, ob denn die Drone mit dem Zusatzgewicht überhaupt noch in die Luft mag. Und Überraschung: trotz dem Zusatzgewicht von quasi noch mal einem Akku klappt es! Aber seht selber (am besten im Chrome-Browser oder in der Youtube App anschauen, sonst hat man da nicht das “rundumeli-Feeling” – übrigens auch mit Google Cardboard benutzbar!):

 

Share a smile

Tue Gutes, und rede darüber.

Im Angesicht von Mord und Totschlag, Medienhysterie und Politikhetze fällt es schwer, die Ruhe zu bewahren. Allzu schnell fällt man in Lethargie und sagt sich “was kann ich schon tun”.

Ich habe überlegt: was kann ich selbst tun. Als Einzelner. Sicherlich kann ich nicht gleich die ganze Welt “reparieren”. Aber einen kleinen Anteil kann sicherlich jeder von uns beisteuern.

Hier ist nun mein kleiner Anteil. Ich kann ein wenig programmieren. Ich weiss, dass ein Lächeln einem – zumindest ein klein wenig – den Tag verschönern kann. Vielleicht nimmt das Lächeln ja ein wenig den Frust, die Wut, vielleicht macht ein Lächeln ja eben darum die Welt ein wenig besser.

Share a smile app

Hier ist nun die App (für iPhone), mit der du Dein Lächeln aufnehmen, und schnell und einfach jemand anderem schenken kannst. App installieren (gratis!), in die Kamera lächeln, und weiter schicken. So einfach!

Jedenfalls hat mir allein das Entwickeln und Testen  schon sehr viel Spass gemacht – probiert es aus, es wird auch Euch Spass machen!

Jetzt gratis im App Store!

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Hänger

Was macht man also an seinem ersten freien Montag?

Genau. Einkaufen. Und das wollte ich schon lange machen, hatte irgendwie nie den Nerv dazu: mit dem Fahrradanhänger einkaufen fahren.

Gedacht, getan: Hänger aus dem Kabuff, Reifen aufgepumpt und los ging’s.

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Los ging’s über Nebenstrassen die 4km nach Mönchaltorf. Das ging natürlich recht easy – der Hänger war ja noch leer. *smile* Letztlich war ich dann froh, dass der Croozer Cargo doch recht geräumig ist. Ich habe mich bei den Weinflaschen dann doch noch zurückgehalten, sonst wird das Gewicht dann schnell recht hoch. IMG_5697Auf dem Heimweg merkt man das Gewicht dann schon: auf der Ebene geht’s zwar noch, aber der Hänger schiebt recht beim Bremsen. Ausserdem geht der Lenker viel “wobbeliger”, was wohl daran liegt, dass einfach viel Gewicht weit hinter dem Hinterrad hängt. Beim Schulterblick also doppelt aufpassen.

Bergan merkt man es dann richtig. Leichte Steigungen erfordern schon sehr viel kleinere Gänge. Leider geht’s zu uns dann auch nur noch bergan. So musste z.T. auch der kleinste Gang auf’s Ritzel. Bin aber froh, dass ich dann doch nicht absteigen und schieben musste. Alles in allem ging’s recht gut, und viel länger als mit dem Auto ist es dann auch nicht. Wieder was für die Umwelt und die eigene Gesundheit getan ?

Still geworden

Es ist mal wieder recht ruhig geworden. Hier, auf diesem Blog, auf meinen anderen Blogs, in “meinem” Internet allgemein.

Es fällt mir momentan recht schwer ausserhalb der Arbeit (42h Woche, my ass…) noch irgendetwas kreatives von der Latte zu reissen. Das blöde dabei ist: das wurmt mich. Ich mag das nicht. Ich mag nicht nur robotern. Nicht nur “funktionieren”. Ich mag auch spielen, kreative Sachen ausprobieren. Sachen, die nicht mit Lohn und Brot zu tun haben. Machen.

Nun fügt es sich, dass ich ab nächster Woche nahezu wieder zu deutschen Arbeitszeiten zurückkehre (was hier in der Schweiz dann 80% sind). Werde ich dann weniger robotern und mehr tief krähen (Kräh-ah-tief. Okay, der war schlecht)? Bleibt abzuwarten.

Es gibt scheinbar Studien aus Schweden, die sagen dass effektiv gar nicht weniger Arbeit geleistet wurde, nachdem die Arbeitszeit auf 30h/Woche reduziert wurde. Ich glaube das gerne. In den 8 Jahren Schweiz ist mir das vielerorts aufgefallen: Lange Pausen, viele Privatgespräche, Facebook, Twitter, Raucherpausen, Nichtraucherpausen. Ich denke, es würden sich zum Teil eben diese fälschlicherweise als Arbeitszeit deklarierten Zeiten verringern. Lustigerweise würden dann auch Produkte und Dienstleistungen dadurch automatisch billiger. Aber ob das auch hier in der Schweiz so wie in Schweden wäre? Kann ich schlecht sagen.

Ich kann dann nur in ein paar Monaten sagen, wie es mir erging. Das werde ich dann auch tun – wie still es dann hier auch sein mag. :-)