Abschalten

Manch einer wird es gemerkt haben, dass ich die letzten zwei Wochen so gut wie gar nicht online aktiv war. Nein, ich habe jetzt keine “Entschleunigungskampagne” gestartet, oder bin ins Kloster gegangen. Stattdessen war ich einfach nur im Camping-Urlaub.

Nichtsdestotrotz machen sie es einem schon schwer, dem alltäglichen Wahnsinn zu entfliehen. iPad, iPhone, und ja auch den Laptop sah man dort allen Ortes. Dank dem “heiligen Kabel” am Zeltplatz war auch die Stromzufuhr kein Problem, und die Geräte sind ja heutzutage so bequem portabel.

Ja, ich hatte ein iPad dabei. Habe es aber nicht einmal genutzt. Irgendwie hatte ich einfach keine Lust. Das iPhone habe ich lediglich genutzt, um E-Mails hin und wieder abzurufen (auch das hätte ich mir eigentlich sparen können), und hauptsächlich, um die Wettervorhersage zu prüfen, und Orte und Öffnungszeiten zu finden. Ok, auch zum Spielen hin und wieder :)

Twitter? ADN? Facebook? Nein. Einfach keine Lust. Wozu auch. Ich hab schliesslich Ferien. Und diese “Away from Screen”-Time tut wirklich gut. Ich habe ein komplettes Steven King Buch durchlesen können (ist zu empfehlen), und hatte jede Menge Langeweile, um den Kopf tatsächlich wieder frei zu bekommen. Das schafft Raum, um nachzudenken, vielleicht nachzuprüfen, ob der persönlich eingeschlagene Pfad immer noch der richtige ist.

Kreativität braucht Momente des Abschaltens, der Langeweile. Ideen bekommt man nur, wenn man ihnen Freiraum gibt, die sie ausfüllen können. Unter einer permanenten Kakophonie von Informationen und Eindrücken hat man da grosse Mühe. Schliesslich wird man immer wieder abgelenkt, und der Kopf mit Ideen von anderen zugekleistert. Diese sind aber nunmal nicht die eigenen. Und darum (frei nach Peter Lustig):

Hin und wieder mal Abschalten.

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