Mir gehen die Themen aus

Schon lange habe ich nichts Sinntiefes mehr hier auf dem Blog geschrieben. Ich glaube, mir gehen die Themen aus. Oder ich bin einfach mittlerweile wieder geistig gesünder, dass ich nicht jeden Mist in die Tasten hauen muss, um meinen Kopf zu entladen?

Wie auch immer. Blogs sind ja irgendwo auch nicht mehr so hip, wie vor 10 Jahren. Es nimmt sich ja auch kaum noch jemand die Zeit, (vor allem im Internet!) zu lesen. Ja ich weiss – Yves, Thomas, Torsten und so werden sich jetzt wieder melden. Finde ich super! 👍

Mein Hauptproblem mit diesem Blog sind auch nicht die vielleicht wenigen Leser. Es ist mehr, dass es schlichtweg schwierig ist, einen gefühlten Mehrwert zu schaffen, der dann vielleicht dem ein oder anderen auch etwas bringt.

Oder bringt es Euch etwas, wenn ich hier meinen Tagesinhalt ergiesse? Vielleicht mache ich das ja irgendwann wieder.

Podcasts hingegen sollen ja gerade wieder der heisse Scheiss sein. Vielleicht sollte ich da mal wieder ansetzen. *zwinker*

Tesla X getestet via Sharoo

Lange schon hatte ich mir das mal überlegt, schreckte aber immer wieder vor dem Preis zurück: die meisten “regulären” Autovermieter wollen für einen Tesla Model S bereits um die 400-500 CHF pro Tag. Einen Tesla Model X bekommt man so gut wie gar nicht (zumindest noch nicht). Klar, man kann auch beim Tesla Händler selber eine Probefahrt buchen – allerdings fährt man dann eben nur ein paarmal um den Block und ein Aufpasser sitzt die ganze Zeit neben Dir.

Nun bin ich vor längerer Zeit schon auf die Sharoo Plattform aufmerksam geworden. Hier bieten Privatpersonen ihr eigenes Fahrzeug zur Miete an. Auf und zu macht man das Auto dann per Bluetooth und Smartphone App (dazu später mehr).

Und ja: tatsächlich gibt es in der Region Zürich einige Tesla zu mieten, und das für z.T. weniger als die Hälfte vom Geld, was ein Avis o.ä. dafür will. Und: es gab auch den Tesla X von Felix in Altstetten, “direkt buchbar” (viele andere nur “auf Anfrage”). Also ein Herz gefasst, und das erste Mal ein Auto via Sharoo und dann gleich ein Tesla.

Mit ein paar Schmetterlingen im Bauch kam das Wochenende näher, und dann war es soweit – ich konnte in der App die Buchung starten und machte mich auf den Weg zum Auto. Dies war auch schnell gefunden. In der App per Bluetooth mit dem Auto verbinden, und dann per Schlüssel-Button aufmachen – dssst dsst, und das Auto ging auf. Das ging schonmal.

Also die Kinder durch die Flügeltüren einsteigen lassen (sie waren sehr begeistert!) und das spacige Interieur begutachten. Die Sitze sind sehr bequem, und lassen sich jeder erdenklichen Sitzposition anpassen. Auch merkt sich das Auto diese, man kann sie abspeichern und wieder aufrufen, sollte unterdessen jemand anderes am Steuer gewesen sein. Die Farbe der Sitze hätte ich so nicht gewählt (weisses Leder) – aber gut, Geschmäcker sind ja verschieden.

Der “Tank”, also die Batterie (alles hier elektrisch!) war noch über die Hälfte voll (uff, das war eine meiner Befürchtungen), also Route nach Hause im Navi programmiert, und los ging’s. Ohne eine Zündung zu betätigen. Wenn man auf die Bremse steigt, ist das Auto nämlich “an”.

Grundsätzlich fährt sich der Tesla wie ein “normales” Automatikauto – nur sehr viel leiser, als ein Verbrenner. Auch im “Lässig”-Modus (mit Leistungsbegrenzung um Batterie zu sparen) kommt man im Strassenverkehr flüssig mit, und merkt eigentlich nicht, dass man über zwei Tonnen durch die Gegend bewegt. Sitzheizung, Raumzonenklima alles dabei und im Winter sehr angenehm. Habe die Heizung zwischendurch mal kurz abgestellt, um zu sehen, ob man Reichweite dadurch gewinnt, aber der Effekt ist fast schon vernachlässigbar klein.

Gut finde ich, dass das integrierte Navi einem die voraussichtliche Restladung der Batterie am Ankunftsort angibt. Diese stimmt mit geringen Abweichungen meistens, und so kann man seine weiteren Trips besser planen.

Nach ein paar Runden stellte ich das Auto dann erst einmal ab – und bekam es nicht abgeschlossen! Irgendwie funktionierte das Zusammenspiel der im Auto befindlichen Sharoo-Box mit dem eingelötetem Tesla-Schlüssel nicht. Das Auto war erst immer wieder per Druck auf die Türklinke zu öffnen, obwohl ich per App verschlossen hatte. Nach einigen Versuchen ging es dann jedoch. Offensichtlich gibt es hier noch Verbesserungspotential. Jedenfalls bleibt ein blödes Gefühl zurück, wenn man nach dem Abschliessen nicht weiss, ob die über 100k CHF teure Kiste dann auch zu ist.

Am Sonntag Morgen wollte ich zunächst zum Tesla Supercharger in Dietlikon gratis aufladen, um den späteren Trip nach Jonschwil auch mit genug Ladung wieder zurück zu schaffen. Auf dem Weg dahin fielen jedoch nach und nach einige Komponenten der Elektronik aus. Zuerst machte der Blinker keine Geräusche mehr (es blinkte aber noch), dann ging die Ladeanzeige auf dem Display nicht mehr und zuletzt ging nicht mal mehr das Radio. Hilfe! Felix konnte mir jedoch weiterhelfen, nach Tritt auf die Bremse und beide Buttons am Lenkrad festhalten konnte ich den Bordcomputer neu starten und alles funktionierte wieder.

Nach 15-20 Minuten laden war ich von 30% auf ca. 75% voll,  und fuhr meine Unihockey Kollegen holen. Die waren von den Flügeltüren schon fast irritiert – und dass alles automatisch ging 😝 – nun ging es über den Huftegg-Pass am Hörnli vorbei nach Jonschwil – trotz grossem breiten Auto und verschneit und vereisten Strassen für den allradgetriebenen Tesla X kein Problem. Nur bei engen Kurven merkt man dann schon, dass es fast ein Lastwagen ist.

Schön auch, dass ein Spotify Abo und 4G Sim inklusive sind – so ist immer für die Richtige Musik gesorgt.

Auch wenn die gemietete Variante nicht das Performance Modell ist – die Leistung ist eigentlich viel zu viel. Die Beschleunigung bei “Pedal to the metal” drückt einen Porsche-mässig in den Sitz – egal ob nasse Fahrbahn oder nicht, ohne Schleudern und Schlupf. Die Elektronik leistet hier ganze Arbeit. Puristen haben das sicher gerne anders – ich habe da lieber mehr Stabilität statt über 100 000 Franken im Strassengraben. Die Batterieanzeige kann man hingegen bei so einer Fahrweise beim Schrumpfen zuschauen. Drum ist man mit dem Tesla auch eher “gleitend” statt “heizend” unterwegs.

Am Abend beim Abgeben gab es noch ein nettes Schwätzchen mit dem Eigentümer Felix – sehr nett, und sehr zuvorkommend. Sollte ich noch einmal einen Tesla brauchen, dann sicher wieder bei ihm. Interessant auch, dass er ihn nur gekauft hat, weil er erwartet hat, über Vermietung die Leasing-Rate wieder rein zu holen. Meistens steht das Auto bei einem ja doch rum. Interessanter Gedanke jedenfalls.

Würde ich einen selber kaufen? Eher nein. Das Model X ist für mich und Europa eigentlich viel zu gross. Parkplätze füllt man i.d.R. komplett aus, oft steht das Heck oder die Front über. Selbst das Model S finde ich noch zu gross. Beim kommenden Model 3 sieht es vielleicht schon anders aus – aber auch hier fehlt mir daheim die Lademöglichkeit, da ich leider auf der Strasse parkieren muss. Vielleicht gäbe es da noch weitere Möglichkeiten, aber das ist mir so derzeit noch zu Umständlich.

Zum Schluss hier noch ein Video mit ein paar Eindrücken, Spass gemacht hat’s allemal!

Wieder mehr Podcasten?

Mit der Aussicht, dass ich vielleicht doch nicht ewig 100% arbeiten muss, spriessen schon wieder die Ideen. Vielleicht ist es tatsächlich mal wieder “Mikrofon-ins-Gesicht” Zeit.

Auch wenn ich die Relevanz des Mediums Podcast doch noch geringer ansehe, als hier dieses Blog zum Beispiel, finde ich es einfach für mich auch eine gute Übung, konzentriert zu sprechen, und “Aufgenommene Sprache” zu üben. Ehrlich gesagt glaube ich ja, dass die meisten Podcaster das nur genau deswegen machen.

Aber nun, mehr als 4-8 Hörer hatte ich sowieso nie, daher kann ich ja einfach mal drauflos “casten”, oder?-)

Rumgetrumpel

Bin ich eigentlich der einzige, dem das gehörig auf die Nerven geht? Dieses Posaunen aller Dumm-Trumpel auf dieser Welt? Dieses “genau Fake News! Die einzigen waren Fake News machen schliesslich wir! Und die sind wahr!”. Dieses “ist mir doch scheissegal, was die Wahrheit ist, ich hab da jetzt keinen Bock drauf, DENN ICH BIN WÜTEND!”.

Ich glaube nicht. Also, dass ich der einzige bin, dem das auf die Nerven geht. Umso weniger verstehe ich, warum man sich dann überhaupt damit abgibt. Auf allen News-Kanälen, in allen Twitter Feeds stimmt man ein in das schräge Lied der Trumpeten, indem man sich vielleicht drüber aufregt, vielleicht drüber beschwert, vielleicht einfach nur den Kopf schüttelt.

Nützt all das etwas?

Ja, es bringt die Verbalproleten in die Nachrichten. Macht sie populär. Salonfähig.

Also einfach ignorieren? Fällt erstens schwer, und zweitens reicht das nicht. Wir müssen wieder mehr auf die Strassen gehen. Präsenz zeigen, wenn Flüchtlingsheime angezündet werden. Einschreiten, wenn “undeutsche” verprügelt werden. Gegenrede, aber direkt in persona, nicht via Twitter.

Oder wie Wolfgang Niedecken mal formulierte: “Arsch huh, Zäng ussenander” (Youtube link).

Der Umkehreffekt

Kennt ihr das? Wenn es bei der Autofahrt anfängt zu regnen, und der Regen immer stärker wird? Dann schaltet man den Scheibenwischer erst auf Interval. Man hat das Gefühl, die Scheibe ist nicht klarer, also schaltet man auf Dauerbetrieb. Das Gefühl ändert sich nicht, und man schaltet auf “schnell”. Die Sicht bleibt die gleiche. Also schaltet man frustriert wieder auf “normal”. Die Sicht wird sofort schlechter.

So geht es mir gerade mit dem 80% Montag. Bis vor zwei Wochen hatte ich noch einen extra-Freien Tag, und hatte davon nicht wirklich eine Verbesserung meines Lebensgefühls bemerkt. Jetzt ist der Tag mir bis auf weiteres wegen Projektstress wieder gestrichen worden.

Was ich aber sofort merke: der Tag fehlt. Es bleibt wieder mehr liegen. Ich bin grundsätzlich wieder müder. Ich bin ziemlich sofort krank geworden.

Fazit: Arbeit ist schädlich! ;)

Der freie Tag

Tja, das kam dann bis jetzt nicht so, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte. Seit August habe ich mein Job-Pensum auf 80% reduziert, in der grossen, grossen Hoffnung: Yo, da kann ich dann an dem einen Tag extra all die vielen, tollen Sachen machen, die ich schon immer machen wollte, und keine Zeit dafür hatte.

Stellt sich heraus: es liegt nicht an der Zeit. Es liegt an mir.

Denn das Zwischenfazit sieht nicht sehr erhebend aus: ich hab eigentlich fast gar nichts von dem, was ich machen wollte (Videos, Zocken, basteln, 3D Drucker bauen) gemacht. Nichts. Rein gar nichts.

Nun woran liegt das wohl. Ganz genau kann ich das nicht sagen. Ich hatte da so eine Vermutung, dass das einfach mit dem allgemeinen Stress zu tun hat, und ich mittlerweile einfach länger brauche, um davon wieder runter zu kommen.

Ich mache mir aber auch zu viel Druck selber. “Man sollte dies”, “man sollte das”. Was dabei rumkommt, wenn ich mal keinen Druck hab, und nur ein Thema, worum ich mich kümmere, habt ihr ja vielleicht bei den paar Youtube Videos aus Ostfriesland gesehen. Das hat wirklich Spass gemacht. Momentan merke ich aber, dass der “eine Tag extra” irgendwie zu wenig ist, um wirklich mit irgendwas durchzustarten.

Oder vielleicht Midlife-Crisis. Oder keine Ahnung. Ach mann. Wenigstens hab ich jetzt mal wieder einen Blog-Beitrag :)

The english side

Immer mal wieder spielte ich mit dem Gedanken auch auf Englisch zu bloggen, insbesondere wenn es um Softwareprogrammierung, oder Tech im Allgemeinen geht. Nun bin ich durch neue Twitter Feeds immer öfter über Artikel auf medium.com gestossen.

Auch weil ich WordPress immer weniger mag, und Mehrsprachigkeit da echt “a pain” is, noch dazu es vielleicht gar nicht zu den anderen Sachen hier passt, habe ich da nun einfach mal ein Account eröffnet – schauen wir mal, was passiert.

Hier isses: https://medium.com/@skubo

Flipper im Kopf

Nach solchen Veranstaltungen, wie der Appbuilders.ch, auf der ich die letzten zwei Tage war, dauert es meistens einen halben bis einen Tag. Man hat viele Leute gesehen und getroffen, plötzlich wieder viel Englisch geredet. Vor allem: neue Sachen kennengelernt.

Und dann schlafe ich eine Nacht darüber, und dann geht es los. Das Gehirn hat das Neue im Unterbewusstsein bearbeitet, und blubbert es in das Bewusstsein nach oben. Oh ja, das müsste ich hier mal ausprobieren. Eigentlich sollte man jene App jetzt komplett umschreiben. Neu schreiben. Anders machen. Die neu entdeckten Dinge anwenden. Die sehen ja alle so toll, so einfach, so schön bunt aus.

Das fühlt sich dann an wie Flipper im Kopf. Linksrechtsraufrunter. Bingbingbingbing. Und dann kommt das Bewusstsein in der Realität an, wo das meiste eben nicht anwendbar oder realisierbar ist. Und sagt “Tilt”.

Aber dann eben beim nächsten Projekt. Oder zu Hause? Irgendwo sicher. Bing.

Mag auch keine Anrufe

Tja das ist so eine Sache. Grundsätzlich mag ich eigentlich überhaupt nicht gerne telefonieren. Da flutschte mir diese Seite (http://www.warum-ich-keine-anrufe-mag.de/) heute durch die Timeline.

Und ja, da sind viele Gründe aufgelistet, warum ich auch ungern angerufen werde. Zumindest unverabredet. Es ist schon so ähnlich, als ob einem jemand ungefragt ins Büro stürzen würde und von Dir verlangt, alles stehen und liegen zu lassen, und dich sofort um sein oder ihr Problem kümmern musst. Auf der anderen Seite habe ich in Zeiten als Projektleiter gemerkt, dass nur per E-Mail eigentlich gerade im Geschäftsleben so richtig gar nichts vorwärts geht. Kunden liefern ihre Inputs nicht oder zu spät, Entwickler dödeln zu lange an Sachen herum, die es für das laufende Projekt gar nicht braucht.

Ich mag zudem auch nicht gerne bei Leute anrufen. Ich weiss nämlich, dass “die anderen” gerade alle was ganz wichtiges zu tun haben. Trotzdem braucht es eben Telefon. Weil manche Sachen eben dringend sind, und der Empfänger der Nachricht nicht immer anhand einer E-Mail richtig beurteilt, wie dringend (schliesslich gibt es im Geschäftsleben ja nur “dringend, sehr, dringend, ultra dringend und “so dringend, dass ich sofort auf’s Klo muss”).

Das Dilemma des nicht-telefonieren-mögens wird sich also auf absehbare Zeit nicht lösen lassen. Oder?