Ist Home-Office wirklich motivierender?

Ich finde den Artikel leider nicht mehr (auf die Schnelle 😉), aber letztens habe ich irgendwo gelesen, dass Home-Office Arbeit nicht (mehr) motivierend ist, als Büroarbeit.

Da ich selber 1-2 Tage die Woche von zu Hause arbeite, habe ich dazu auch eine Meinung: Ein klares “das kommt darauf an”.

Ich glaube nicht, dass man hier auf jede Person und auf jede Tätigkeit verallgemeinern kann. Wenn ich als Sales-Mitarbeiter sowieso den ganzen Tag am Telefon bin, ist das relativ wurscht, ob ich von zu Hause, im Büro oder auf dem Dach des Prime-Towers telefoniere (gut, auf dem Dach ist’s vielleicht zu windig…). Habe ich viel mit dem Produktmanagement zu besprechen hingegen ist das viel leichter im Büro wenn alle präsent sind. Wenn ich als Softwareentwickler an einem Task arbeite, der ohne nötige Rückfragen mehrere Tage dauert, dann bin ich viel lieber ungestört zu Hause, statt die “Mensch-Geräusche” der Kollegen im Grossraumbüro ausblenden zu müssen. Mich motiviert das dann mehr. Wenn ich dann aber andere Tasks habe, bei denen ich oft Feedback von anderen benötige, ist das schwieriger, und dadurch auch oft frustrierender (z.B. “Kollege ignoriert Slack und Telefon”).

Grundsätzlich finde ich aber auch, dass es selbst bei den genannten Tasks ohne Rückfragen immer mal wieder nötig ist, menschlichen, persönlichen, direkten Kontakt zu pflegen. Das muss m.E. aber nicht zwingend der Arbeitskollege aus dem Büro sein, sondern kann genauso gut mit der Familie daheim funktionieren.

Unterm Strich finde ich, dass ich für das was ich arbeite daheim wesentlich produktiver bin, als im Büro – und das ist für mich im Beruf eigentlich die Hauptmotivation.

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