Bavaria Film Studios München

Leider spielte das Wetter nicht so mit, trotzdem lohnt sich die Tour durch die Bavaria Film Studios. Die „Bully’s Welt“ und das 4D Kino haben wir uns zwar geschenkt (ich find Bully extrem unlustig…), trotzdem ist man fast 2 Stunden geführt auf dem Gelände unterwegs, und bekommt spannende Hintergrundinfos über die Drehs, Filme und Kulissen, zum Beispiel, dass dem Regisseur von „Big Game“ Finnland nicht finnisch genug war, und deshalb viel Szenen rund um den Eibsee bei Garmisch-Partenkirchen gedreht wurden.

Auch nach mehr als 30 Jahren noch gut: die Klettertour durch den Innenausbau von „Das Boot“, wo man sich sehr gut in die damalige Zeit als U-Boot Besatzung hineinversetzen kann.

Aber schaut selbst, ich habe es für euch in einen kurzen Clip zusammengefasst.

Äpfel im Kokon

Apple MünchenEs sind diese „Dienstreisen“, um die dich alle beneiden, obwohl du von der Stadt eigentlich nichts siehst: 1-Tages-Workshops/Schulungen.

So mein gestriger Trip nach München. „Ohh München! Toolll…!“ – ähm. Nunja. Es wäre egal gewesen, ob der Tag „Inside Apple“ nun in München, Hong Kong oder Bad Salzuflen gewesen wäre. Denn die Anreise mit dem Zug war lang (4.5h), das Einchecken im Hotel in Bahnhofsnähe spät (23:30 Uhr), der Workshop früh (8:30, auch in Bahnhofsnähe) und die Rückreise zeitig (16:30 Uhr Abfahrt). Zum Sightseeing also keine Zeit (davon mal ganz abgesehen habe ich 10 Jahre lang in, bzw. nahe der Stadt gewohnt, daher ist das alles für mich eh weniger spektakulär).

Sehenswert trotzdem: das Hotel Cocoon in der Adolf-Kolping-Strasse zwischen Bahnhof und Stachus. Klar, das muss man mögen. Aber ich finde den Einheitsbrei an Hotelzimmerausstattungen sonst so langweilig, dass ich den kurzen Aufenthalt trotzdem sehr genossen habe. Eine Mischung aus 70er Design mit „Naturelementen“. Kuhfellhocker in der Lobby. Einen Abfalleimer, der wie eine CCC-Rocket aussieht. Die Einrichtung ist generell mit sehr viel Liebe zum Detail ausgestattet, und der Preis ist für „mitten in der Stadt“ echt noch passabel (gut, es war keine Messe, weiss nicht, wie dann die Preise sind). Frühstück war gut und reichlich. Fünf Daumen hoch!

So sieht das Zimmer aus:

Hotelzimmer

tür

Und so sieht übrigens die Eingangshalle zum Gebäude aus, in dem Apple in München seine Büros hat. Ich lasse das mal unkommentiert.

Lobby Apple

Ausdauer = Regelmässigkeit + Ziel

Als Kind war  ich ein ziemlicher Dauerlaufmuffel. Mir lagen die Sprints viel mehr. Ziel schnell erreichen, und möglichst nicht so weit weg.

Ich fand es sehr schwierig, bzw. fast unmöglich, mehr als 2km am Stück zu laufen. Zum Teil geht mir das heute noch so, dass ich mit langfristigen Sachen so meine Mühe habe.

Als ich dann so auf die 40 zu ging, und Kilo-mässig auf die 95 (bei 1.85m Körpergrösse, also noch nichts lebensbedrohliches ;) merkte ich, dass ich was ändern muss. Mit kurzen Sprints war’s nicht mehr so weit her, und die allgemeine Verfassung liess das auch schon gar nicht mehr so richtig zu.

Also was machen? Ich fing 2010 mit dem Joggen an. Und das war sehr mühsam. Erst bin ich eigentlich nur Spazieren gegangen. Und dann zwischendurch immer ein wenig schneller, dann wieder gehen.

Aber ich wollte unbedingt 5km am Stück rennen (ich weiss, für junge Leute klingt das sehr – greisig? aber für jemand, der mal ein paar Jahre am Stück keinen Sport gemacht hat, dann doch gar nicht so einfach…). Und nach ein paar Monaten war ich dann tatsächlich so weit. Und lies wieder nach. Das Ziel war erreicht. Wieder nicht trainiert hiess, dass man dann wieder quasi von vorne anfangen konnte.

Also musste ein neues Ziel her. Ich nahm mir vor beim Winterthur Marathon den 5km „Schnupperlauf“ zu machen. Hab ich dann auch. Weil ich wieder trainiert habe. Danach kam der Greifenseelauf. Und diesmal wollte ich 10km laufen. Und mit diversen Rückschlägen habe ich es dann tatsächlich geschafft. Was ich noch nie in meinem Leben geschafft hatte: 10km am Stück Joggen! Zwar mit 1h 15m eher bei den letzten – aber geschafft!

Und dann war das Ziel erstmal wieder weg. Und ein Winter. Und kalt. Und nass. Und kein Training mehr. Und dann trittst Du dich selber, und das nächste Ziel – wieder Winterthur 10km. Und nach dem Winter mit Nichtstun merkst man, dass man dann doch wieder fast von vorne anfängt. Aber mit dem Ziel vor Augen, immer am riesigen inneren Schweinehund vorbeischauend, hat’s dann geklappt. Und wie! Persönliche Bestzeit, und vom Schnitt her über eine Minute besser pro Kilometer, als beim ersten Greifenseelauf!

Und stetig verbesserte sich das eigene Körpergefühl. Klar, es kamen immer wieder „Rückfälle“ in „keine Lust zu laufen“ Zeiten. Aber die Ziele habe ich mir weiter gesucht. 10km im München, dann noch mal Winterthur 10km, schliesslich den Halbmarathon am Greifensee, den ich auch dieses Jahr wieder laufen werde. Nur die Stunde auf 10km habe ich auch noch nicht geknackt, die kommt dann am 1.Juni in Winterthur dran!

Und allmählich, tatsächlich erst nach ein paar Jahren Ausdauertraining, stellt sich bei mir ein Gefühl ein, dass ich auch längere Projekte meistern kann. Und tatsächlich passiert das. Dieses Blog ist nur ein Beispiel dafür. Meine Dampfradio App eine andere.

Und das bringt mich auf die simple Formel: Ausdauer ist Regelmässigkeit plus eine klares, erreichbares Ziel vor Augen. Wir sehen uns am 1. Juni :-)