Skubocaster, Teil 5: Finishing und Zusammenbau

Polieren
Polieren

Es konnte ja nicht alles glatt gehen. Aber dazu später. Zuerst stand erst einmal Schleifen und Polieren auf dem Programm. Endlich konnte ich weiter machen, nachdem der Lack eine Woche aushärteten musste. Zuerst mit einem 400er leicht anschleifen in Maserungsrichtung, dann mit einem 600er Papier mit Wasser und etwas Spülmittel nass nachgeschliffen. Dadurch wurde das Holz schön glatt, und fühlte sich fast schon samtig an.

Danach ging’s mit Autopolitur drüber. Das hat dann dem ganzen noch den letzten Schliff gegeben, und einen schönen Glanz. Gewachst wird das ganze dann morgen noch, wenn alles soweit eingestellt ist und funktioniert. Aber dazu auch gleich noch mehr.

Die Montage lief eigentlich relativ problemlos. Zuerst das Pickguard wieder drauf:

Pickguard
Pickguard

Dann Mechaniken, Steg und Anschluss anlöten:

Mechaniken
Mechaniken

Steg
Steg
Anschluss
Anschluss

Leider war hier die Beschreibung sehr dürftig. Weder Lötpunkte waren beschrieben, noch wie man denn das Tremolosystem montiert und einstellt.

Schliesslich noch Saiten drauf, und – oh Graus. Die Saiten lagen alle am 22. Bund auf! War denn der Hals nicht richtig gefräst? Nach viel hin und her und Gedanken, ob man die Gitarre beim nächsten Auftritt nicht einfach anzünden sollte stellte sich heraus, dass die untern Halsschrauben nicht komplett fest waren, und daher die Halsneigung nicht richtig. Puh. Dann noch die Saitenlage einstellen, weil die Schrauben alle ganz unten waren. Passt.

Anschliessen: mööööööööööööp. Ein lautes 50 Hz Brunnen lag in der Luft. Hmpf. Aber wenigstens macht sie Musik, und hat einen erstaunlich vollen, bauchigen Sound, und tönt – nach Strat! Juhu!

Mich hat für heute die Lust verlassen. Morgen versuche ich, die Elektronik abzuschirmen, das sollte auf jeden Fall etwas bringen, es fragt sich nur wie viel.

Alles in allem habe ich einiges über Gitarren gelernt, und würde beim nächsten Lackieren einiges anders machen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob Autolacke wirklich die beste Wahl sind. Mehr Lackschichten wären auch gut gewesen, nicht so wie in der Anleitung “2-3 Schichten”. Ich würde eher 5-6 Sagen. Klarlack eher noch mehr. Zwischen den Schichten sollte man ausserdem nach dem Trocknen noch einmal anschleifen. Aber das verlängert den Prozess natürlich um Wochen, daher reicht mir das Ergebnis (auch wenn der Lack nicht perfekt ist) so erstmal. Was meint ihr?

Skubocaster
Skubocaster

Sollte die Abschirmung funktionieren, gibt es hier morgen auch noch ein Soundbeispiel. Spielen lässt sie sich super, und hat einen prima Schwerpunkt. Vorläufiges Fazit: als Lernprojekt war der Bausatz gut. Wenn man aber ein Profigerät will, kauft man sich besser eine fertige Gitarre, oder sucht sich die Teile selber zusammen. Denn die mitgelieferten Teile sind einfach nur bestenfalls “günstig”. Die Pickups, Steg und Pickguard sollte man besser ersetzen. Aber nun – was will man bei unter 100CHF auch erwarten ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.