Den Durchschnitt, oder das eigene?

Wie designed man ein Produkt?

Da gibt es zwei Möglichkeiten: die erste ist, man fragt alle möglichen Leute, was sie denn gerne an dem Produkt hätten. Wie es aussehen soll. Was es können muss. Wie teuer es sein soll. Bringt man dann dieses Produkt auf den Markt, nimmt man grundsätzlich jedes Feedback ernst, und ändert permanent am Aussehen, Features, Preis.

Der andere Ansatz ist, etwas nur für sich zu entwickeln. Weil man selber es toll findet, so etwas zu haben. Weil man es selber schön, nützlich, günstig findet.

Der zweite Ansatz hat den Vorteil, dass man ein klares Ziel verfolgt, eine klare Linie vertritt. Ausserdem ist es wahrscheinlicher, dass man mit grösserem Elan an die Arbeit geht. Das Produkt wird vielleicht auch mit mehr Enthusiasmus verkauft.

Beim ersten Ansatz findet man sich bald in einer Stressfalle. Schliesslich kann man es ja nie allen recht machen. Möglicherweise verschiebt sich ein Produktstart, oder es kommt gar nicht auf den Markt. Dazu ist kein Kunde wirklich zu 100% glücklich, da ja permanent Kompromisse umgesetzt werden. Oder man stört sich sogar an den vielen Änderungen, die zusammenhanglos scheinen, weil sie ja aus den Bedürfnissen völlig unterschiedlicher Leute entstammen.

Nun, auch bei dem “persönlichen” Ansatz, sein “eigenes” Produkt zu verwirklichen, werden nicht alle Kunden glücklich sein. Viele werden sogar schimpfen, dass das alles Mist ist. Es wird viel mehr polarisieren. Ich vermute aber, man wird damit glücklicher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.